Meine Erkenntnis ...

... in der Rückschau auf mein “politisches Jahrzehnt” ist, dass persönliche Verantwortung und volles Engagement das Denken und Handeln des Politikers bestimmen sollten. Private Wirtschaftsinteressen dürfen kein treibendes Motiv für ihn sein. Finanzielle Unabhängigkeit, wie ich sie nach erfolgreicher Berufszeit reklamieren konnte, ist von großer Bedeutung. Die Aussicht auf auch nur gering honorierte “Pöstchen” zieht Opportunisten an. Das war so auf den unteren Ebenen des FDP-Kreisverbandes Heinsberg.

  • Teil 1: Politik als Erfahrung (1999 - 2004)
  • Teil 2: Politik als Erfahrung (2005 - 2006)
  • Teil 3: Politik als Erfahrung (2007 - 2014)
    Die Trilogie dokumentiert in den Teilen 1+2 (1999-2006) meine Erfahrungen in und mit der FDP in Wegberg und im Selfkant. Der Teil 3 (nach Umzug nach Aachen Mitte 2006) dokumentiert die Teilnahme an Veranstaltungen u.a. der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach sowie politische Exkursionen. Politik aus der größeren Distanz des nicht direkt in ihr Involvierten.
  • Mir wurde zunehmend bewußt, dass ich mit meiner Einstellung in den Strukturen des FDP-Kreisverbandes Heinsberg nichts Bedeutendes bewirken konnte. Zum 31.1.2012 trat ich aus der FDP aus. Ich werde keiner Partei mehr beitreten, bleibe aber ein `homo politicus`.

    Es waren für mich dreizehn bedeutende Jahre. Ich habe meinen Teil eines bürgerlichen gesellschaftlichen Engagements geleistet. Insbesondere Jugendliche sollten sich politisch engagieren; Meckern reicht nicht! Und sich als moralisch überlegen darzustellen, wie in Teilen der Klimadebatte, erst recht nicht.


    Die Situation in Deutschland verlangt von einem Patrioten, wie ich mich verstehe, einerseits ein klares Bekenntnis zur Demokratie, andererseits eine kritische Bewertung der Bundes- und Landespolitik in den vergangenen Jahren, insbesondere bzgl. der inneren Sicherheit. Unser Rechtsstaat ist auf allen Gebieten, mit aller Entschiedenheit und ohne jeden Kompromiß (Null-Toleranz) gegenüber denen durchzusetzen, die - von rechts bis links, dabei meist ideologisch “verbrämt” - für sich “rechtsfreie Räume” reklamieren und - aktuell - z.B. CORONA-Auflagen missachten. Alle Ansätze von Nachsicht, gar Verständnis und falsch verstandener Toleranz sind gescheitert. Hier bietet insbesondere Berlin ein Lehrbeispiel für die Verhaltensforschung.

    Mein kategorischer Imperativ, hier bezogen auf die Politik, ist stark aus meiner Erfahrung in 10 Jahren Schöffentätigkeit (2. Wahlperiode: 2014-2018 bei Strafkammern des Amtsgerichtes Aachen) begründet. Durch Erreichen der Altersgrenze endete dieses “Ehrenamt” zum 31.12.2018. Das Vertrauen in unsere Justiz ist mir in wesentlichen Teilen abhanden gekommen. Es ist bedauerlich, das in dieser Klarheit sagen zu müssen und begründen zu können.

  • 2019 vor 20 Jahren: Beginn des kommunalpolitisches Engagements (NRW-Kommunalwahl 1999)